Mein Kampf – Die deutschsprachigen Ausgaben 1925 – 1944

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Mein Kampf – Die deutschsprachigen Ausgaben 1925 – 1944


Kein Buch ist so verschrien und viel diskutiert, wie Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Bis 1944 wurden vom „Buch der Deutschen“ offiziell über 12,5 Millionen Exemplare weltweit gedruckt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Folgend eine sachliche Übersicht der offiziellen deutschsprachigen Ausgaben.

Nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch am 8./9.November 1923 in München wurde Hitler mit seinen Mitstreitern 1924 zu einer Haftstrafe in der Festung Landsberg am Lech verurteilt. Die NSDAP, die dazugehörigen Organisationen sowie die parteieigene Zeitung „Völkischer Beobachter“ wurden verboten und das Vermögen eingezogen. Nach einem mehrwöchigen Gerichtsprozess trat Hitler am 1.April 1924 seine Haft an. Bereits kurz danach begann er sein Buch zu verfassen. Hierfür hatte er ausreihend Papier mit aufgedruckten Hakenkreuzen und eine Schreibmaschine von glühenden Anhängern erhalten. Der Inhalt des Buches sollte biografische Züge, die Programmatik der NSDAP sowie Hitlers Ideologie und Pläne darlegen. Anfänglich griff er auf vorangegangene Reden und Ausarbeitungen zurück, die er teilweise während des Gerichtsprozesses verwendete. Am 20.Dezember 1924 wurde Hitler vorzeitig aus der Festungshaft entlassen.

Der ursprüngliche Titel lautete „4 ½ Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit – Eine Abrechnung“. Auf Anraten von Max Amann wurde der Titel gekürzt und erhielt seine schlagkräftige Kurzform „Mein Kampf“. Es sollte eine publizistische Abrechnung Hitlers mit der Politik nach dem Ersten Weltkrieg werden. Aufgrund von unterschiedlichen Schwierigkeiten, Verzögerungen und zahlreichen innerparteilichen Ereignissen während der Veröffentlichungsphase wurde der Druck immer wieder herausgezögert, so dass das Buch Anfang 1925 neukonzipiert und letztendlich in zwei Bände aufgeteilt werden musste. Hitler hatte bereits Erfahrung mit dem Schreiben. Zahlreiche seiner Reden und Aufsätze erschienen seit 1921 in der Zeitung „Völkischer Beobachter“. Während des Gerichtsprozesses griff er unter anderem auf Ausarbeitungen und Denkschriften zurück, welche nun Inhalt des Buches wurden.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden offiziell über 12 Millionen Exemplare weltweit in verschiedenen Sprachen gedruckt. In Deutschland endete die Herstellung kriegsbedingt bereits 1944. Das Buch war vor 1945 weltweit zahlreichen Übersetzungen und Varianten verfügbar: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch Norwegisch, Persisch, Russisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tamil, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Urdu. Weltweit werden immer noch lizenzierte und illegale Ausgaben gedruckt.

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Erstausgaben 1925 – 1929

Buchdeckel Erstausgabe 1.Band I.Auflage 1925

Zwischen 1925 und 1929 erschienen die beiden Bände von „Mein Kampf“ in mehreren Auflagen mit immer wieder kleinen äußeren Änderungen.Die Chronologie der Erstausgaben

1.Band I.Auflage 18.Juli 1925
1.Band II.Auflage 2.Dezember 1925 (mit Datierung auf das Jahr 1926)
2.Band I.Auflage 10. Dezember 1926 (mit Datierung auf das Jahr 1927)
1.Band III.Auflage 11.November 1928
2.Band II.Auflage 3.August 1929

Am 18.Juli 1925 erschien der 1.Band von „Mein Kampf – Eine Abrechnung“ in einer Auflage von insgesamt 9.586 Exemplaren. Im Buch selbst wird am Ende bereits auf das Erscheinen des 2.Bandes hingewiesen, der jedoch erst Ende 1926 in den Handel gelangte. Der Künstler und Nationalsozialist der ersten Stunde, Albert Reich, gestaltete den ersten Schutzumschlag. Hierbei soll der befreundete Dietrich Eckart geholfen haben.

Vom August 1925 bis November 1926 arbeitete Hitler intensiv an der Fortsetzung seines Buches, dem stärker programmatisch ausgelegten zweiten Teil.

Schutzumschlag 1.Band Erstausgabe
Schutzumschlag I. & II.Auflage 1925 des 1.Bands © dustjackets.com
Erstausgabe 1.Band I.Auflage 1925

1.Band I.Auflage (Eine Abrechnung)Erschienen: 18.Juli 1925


Auflage: 9.586 Exemplare (inklusive 160 Exemplare Verlags-Freistücke)
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 392 Seiten plus Plakatanhang
Größe: ‎23 x 15,9 cm
Schutzumschlag: illustrierter Schutzumschlag
Schuber: brauner Pappschuber
Preis: Ladenpreis 12 Mark, Vorbesteller/ Subskribenten 10 Mark

Buchdeckel 1.Band II. & III.Auflage

1.Band II.Auflage (Eine Abrechnung)

Am 2.Dezember 1925 erschien der 1.Band II.Auflage mit 8.000 Exemplaren (davon 120 Verlags-Freistücke). Der Einband der 2.Auflage bestand nun vollständig aus rotem Leinen. Der Schutzumschlag der 1.Auflage wurde ohne grafische Änderungen übernommen. Lediglich das Papier erhielt eine bessere Qualität.
Erschienen: 2.Dezember 1925 (mit Datierung auf das Jahr 1926)

Auflage: 8.000 Exemplare (inklusive 160 Exemplare Verlags-Freistücke)
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 392 Seiten plus Plakatanhang
Größe: 23 x 15,9 cm
Schutzumschlag: illustrierter Schutzumschlag
Schuber: brauner Pappschuber
Preis: Ladenpreis 12 Mark

1.Band III.Auflage (Eine Abrechnung

Erschienen: 11.November 1928
Auflage: 5.000 Exemplare (inklusive 50 Verlags-Freistücke)
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 392 Seiten plus Plakatanhang
Größe: 23 x 15,9 cm
Schutzumschlag: geänderter Schutzumschlag
Schuber: brauner Pappschuber

Preis: Ladenpreis 12 Mark

2.Band I.Auflage (Die nationalsozialistische Bewegung)

Erschienen: 11. Dezember 1926 (mit Datierung auf das Jahr 1927)
Auflage: 10.000 Exemplare (inklusive 200 Exemplare Verlags-Freistücke)
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 354 Seiten plus Verlagswerbung
Größe: ‎23 x 15,9 cm
Schutzumschlag: Ja
Schuber: brauner Pappschuber
Preis: 12 Mark

2.Band II.Auflage (Die nationalsozialistische Bewegung)

Am 23.August 1929 erschien der 2.Band II.Auflage in einer Höhe von 3.000 Exemplaren (davon 30 Verlags-Freistücke). Im Gegensatz zum 1.Band verzichtete man beim 2.Band auf eine dritte Auflage, so dass der 2.Band in einer erheblich geringeren Gesamtzahl gedruckt wurde. Wie auch beim 1.Band III.Auflage wurde beim 2.Band II.Auflage der Schutzumschlag geändert. Das äußere Erscheinungsbild des roten Leineneinbandes blieb gleich.
Der 2.Band enthält kein Bild des Autors, wie bereits bei der I.Auflage.

Erschienen: 23.August 1929
Auflage: 3.000 Exemplare (inklusive 30 Verlags-Freistücke)
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 354 Seiten plus Verlagswerbung
Größe: 23 x 15,9 cm
Schutzumschlag: Ja
Schuber: brauner Pappschuber
Preis: 12 Mark

Buchdeckel  2.Band I. & II.Auflage
Schutzumschlag 2.Band
Schutzumschlag 2.Band I. & II.Auflage © dustjackets.com


Prachtausgaben der Erstausgaben

Pergamentausgaben 1. & 2.Band Erstausgabe

Weiße Pergamentausgabe 1.Band (ab August 1925)

Erschienen: etwa 31.August 1925 (laut Honorarbuch des Eher-Verlags)
Auflage: limitiert auf 500 Exemplare
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 392 Seiten plus Plakatanhang
Größe: ‎15,9 x 23 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: grauer Pappschuber
Preis: 200 Mark, ab 1.Januar 1926: 100 Mark

Weiße Pergamentausgabe 2.Band (ab Mitte Dezember 1926)

Erschienen: etwa Mitte Dezember 1926 (laut Honorarbuch des Eher-Verlags), datiert auf 1927
Auflage: limitiert auf 500 Exemplare
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 354 Seiten plus Verlagswerbung
Größe: ‎15,9 x 23 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: grauer Pappschuber
Preis: 100 Mark

Die limitierte Prachtausgabe in rotem Saffianleder und Büttenpapier wurde in einer Auflage von insgesamt 500 Exemplaren je Band herausgegeben und vom Autor signiert. Für die Herstellung wurden die Druckstöcke der I. und II.Auflage verwendent. Die Nummerierung der 500 Exemplare war durchgängig, so dass keine Nummer je Band zweimal existiert.

Rote Saffianlederausgabe 1.Band (ab August 1925)

Erschienen: etwa September 1925 (laut Honorarbach des Eher-Verlags)
Auflage: limitiert auf 500 Exemplare
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 392 Seiten plus Plakatanhang
Größe: 15,9 x 23 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: roter Pappschuber
Preis: 100 Mark, ab 1.Januar 1928: 50 Mark

Rote Saffianlederausgabe 2.Band (Mitte Dezember 1926)

Erschienen: etwa Mitte Dezember 1926 (laut Honorarbach des Eher-Verlags)
Auflage: limitiert auf 500 Exemplare
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 354 Seiten plus Verlagswerbung
Größe: 23 x ‎15,9 cm
Schutzumschlag: Nein
Zubehör: roter Pappschuber
Preis: 50 Mark

Werbung 2,.Band


Volksausgabe

Volksausgabe

Volksausgabe – Zwei Bände in einem Band – 1930-1944

Nach dem Erscheinen der Erstausgaben arbeiteten Rudolf Heß und seine Frau Ilse monatelang an Korrekturen und Überarbeitungen der beiden Bände. Am 7.Mai 1930 wurde die Volksausgabe mit beiden Bänden in einem Buch in einer Auflage von 11.565 Exemplaren (davon 565 Verlags-Freistücke) publiziert.
Bis 1944 erschien sie mit immer wieder kleinen textlichen Änderungen und wurde zur bekanntesten und weitverbreitetsten Ausgabe von „Mein Kampf“.
Die gewählte Größe entsprach der üblichen Form der Bibel. Deutschland war in großen Teilen noch sehr religiös geprägt. Die Volksausgabe wurde in den Folgejahren oft als Geschenk zu verschiedensten Anlässen, wie Geburtstagen, Betriebsjubiläen, Feiertagen, Preisausschreiben überreicht. Hierfür wurden Widmungen auf dem leeren Vorsatzblatt geschrieben oder auch aufwendig gestaltet.
Ebenfalls sind Ausgaben einiger Ortschaften und Gemeinden mit Widmungen für Frischvermählte zu finden. Dies geschah oft in Ermangelung der ab Mai 1936 herausgegebenen Hochzeitsausgaben oder aus Kostengründen.

Schutzumshlag Volksausgabe ab 1933
Schutzumschlag der Volksausgabe ab 1933

Erschienen: ab 6.Mai 1930
Schriftart: Fraktur 1930-1944, Antiqua 1939 (für das Ausland) sowie 1942-1944
Buchblock: dünnes Normalpapier, grünlicher Kopfschnitt, im Kriegsverlauf teilweise farblos
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 x 12 cm
Schutzumschlag: Ja, unterschiedliche Umschläge im Erscheinungsverlauf
Schuber: Nein
Preis: 1930: 8 MK (Reichs)-Mark, am 1.Januar 1932: 7,20 RM (Reichsmark)

Vorankündigung für die Volksausgabe, Werbeanzeige „IIlustrierter Beobachter“, Nr. 16-1930, 19.April 1930
Vorankündigung für die Volksausgabe, Werbeanzeige „IIlustrierter Beobachter“, Nr. 16-1930, 19.April 1930
Schutzumschlag Volksausgabe ab 1933


Kartonierte Ausgaben

Kartonierte Ausgabe in zwei Bänden ab 1932

1. & 2. Band Kartonierte Ausgabe 1932

Mit den Wahlerfolgen 1932 steigerte die NSDAP ihr Wahlergebnis deutlich. 1930 erreichte sie bei der Reichstagswahl 18,3 %. Am 31.Juli 1932 waren es bereits 37,3 % und die Partei wurde dadurch mit Abstand stärkste Kraft im Reichstag. Für viele waren die Erstausgaben mit einem Preis von 12 Mark unerschwinglich. Im Jahr 1932 erschienen von der Volksausgabe mit beiden Bänden in einem Buch die 9. bis 16.Auflage. Die Volksausgaben kosteten anfänglich 8 Mark, bevor der Preis am 1.Januar 1932 auf 7,20 Mark reduziert wurde. Die kartonierte Ausgabe wurde für 2,85 Reichsmark je Band (5,70 RM für beide Bände) angeboten und war damit deutlich günstiger.

Erschienen: 28.September 1932
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, kein farbiger Kopfschnitt
Umfang: 782 Seiten (fortlaufende Seitenzählung)
Größe: 19,1 x 12,5 cm
Schutzumschlag: nicht vollständig geklärt
Schuber: Nein
Preis: 2,85 Reichsmark je Band

Kartonierte Ausgabe in zwei Bänden ab 1933

ab 1933 Kartonierte Ausgabe 1. & 2.Band

Ab März 1933 erschienen weitere Auflagen der beiden Bände der „kartonierten Ausgabe“ in unterschiedlicher Zählung. Im Gegensatz zu den ersten Auflagen von 1932 verfügten die Exemplare jetzt über einen Schutzumschlag mit dem Erscheinungsbild der Volksausgabe und waren etwas kleiner.

Erschienen: März 1933-1941
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, kein farbiger Kopfschnitt
Schriftart: Fraktur
Größe: frühere Ausgaben 1933: 19,2 x 12,6 cm,
spätere Ausgaben mit stärkerem Beschnitt: 18,6 x 12,1 cm
Umfang: 782 (fortlaufende Seitenzählung)
Schutzumschlag: Ja, am schmalen Buchrücken festgeklebt
Schuber: Ja, Pappschuber mit Lasche
Preis: 2,85 Reichsmark je Band

ab 1933 Kartonierte Ausgabe 1. & 2.Band mit Schuber


Blindenschriftausgabe/ Brailleausgabe – 1933

Braille Blindenschriftausgabe

Aus einem Schreiben der Blindenstudienanstalt an die Reichskanzlei vom 22.Juni 1933 geht hervor, dass die Genehmigung für eine Blindendruckausgabe durch Autor und Verlag am 27.April 1933 erteilt wurde. Die Auflage durfte bis zu 500 Stück betragen und nationalsozialistische Blindenorganisationen oder Blinde sollten bei der Belieferung bevorzugt werden. Die Blindenanstalt erhielt das alleinige Verlagsrecht der Blindendruckausgabe.
1933 wurde durch die Hochschulbücherei, Studienanstalt und Beratungsstelle für blinde Studierende e.V. Marburg-Lahn (Blindenstudienanstalt) eine Ausgabe in Brailleschrift herausgegeben.
Die Brailleschrift ist eine Blindenschrift, die international von Blinden und stark Sehbehinderten benutzt wird. Sie wurde 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt. Die Schrift besteht aus Punktmustern, denen ein System von sechs Punkten zugrunde liegt, die meist von der Rückseite her in das Papier eingedrückt werden und somit von vorne als Erhöhungen mit den Fingerspitzen zu ertasten sind.
Es war unter anderem beabsichtigt, die Ausgaben als Prämien an blinde Schüler beim Verlassen der Blindenanstalten zu verwenden. Die Büchereien der in Preußen gelegenen Blindenanstalten sollten je zwei Exemplare geschenkt bekommen.
Der Preis wurde erheblich subventioniert. Die Selbstkosten für die Blindenanstalt hätte je nach Auflagen Höhe von 100-500 Exemplaren 31,50 bzw. 21,60 RM gelegen. Es wurde durch offizielle Stelle angeregt, die sechsbändige Ausgabe zum Preis der kartonierten Ausgabe in Höhe von 5,70 Reichsmark anzubieten.
In Deutschland gab es zu dieser Zeit zahlreiche Blindenvereine und-verbände für Zivilblinde, Kriegsblinde und blinde Menschen jüdischer Herkunft.
Die Herstellung begann in der zweiten Jahreshällte die Produktion.

Erschienen: 1933
Schriftart: Braille/ Blindendruckschrift
Umfang: 1.Band I, 1–3: 195 Seiten; 189 Seiten; 199 Seiten
2.Band, 1–3: 149 Seiten; 185 Seiten, 193 Seiten
Größe: 35‎ x 24 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: Nein
Preis: 5,70 RM

Insgesamt sind sieben Auflagen mit jeweils 50 Ausgaben erschienen. Die Gesamtauflage betrug nach hiesigen Erkenntnissen 350 Exemplare und lag damit unter den angestrebten 500 Exemplaren.
Jede Auflage erschien mit drei Büchern je Band und umfasste somit insgesamt sechs Bücher.
Die Bögen jedes Exemplars waren nummeriert. Jedes der 350 Exemplare erhielt eine eigene Nummer. Die jeweils passende Zahl ist in arabischen Ziffern jeweils auf der oberen äußeren Ecke geprägt. Die Druckbögen wurden teilweise einzeln versendet und in die Einbanddecken eingelegt. Die Einbandecken der Auflagen unterschieden sich teilweise erheblich voneinander.
Der Druck und Verlag war die Blindenstudienanstalt in Marburg an der Lahn.

Braille Blindenschriftausgabe
Braille Blindenschriftausgabe
Braille Blindenschriftausgabe


Geschenkausgaben in zwei Bänden – 1934-1940

Geschenkausgabe

Nachdem die Auflagenzahlen der Volksausgabe 1933 massiv anstiegen, brachte der Eher-Verlag 1934 eine ansprechende zweibändige Geschenkausgabe in zwei Ausführungen heraus. Gleichzeitig wurde Alfred Rosenbergs „Der Mythus des 20.Jahrhunderts“ in ähnlicher Aufmachung publiziert. Die Geschenkausgaben wurden von 1934-1940 in insgesamt sechs Auflagen aufgelegt.
Aufgrund ihrer hochwertigen Ausführung dienten sie als Präsent im privaten Bereich und wurde auch oftmals mit Widmungsblättern versehen, um im Rahmen offizieller repräsentativer Zwecke verschenkt zu werden. Beide Ausgaben verfügten über grau-grünliche Schutzumschläge. Teilweise konnte diese auch sandfarben sein. Die Buchblöcke der beiden Ausgaben waren identisch.

Geschenkausgaben – Leinenausgabe in zwei Bänden

Erschienen: 1934-1940
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, brauner Kopfschnitt
Umfang: 360 Seiten (1.Band), 351 Seiten (2.Band)
Größe: 23,7 x 16,2 cm
Schutzumschlag: Ja
Schuber: Ja, Karton mit Lasche oder Schuber
Preis: 16 RM

Geschenkausgaben – Halblederausgabe in zwei Bänden

Buchblock: Normalpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 360 Seiten (1.Band), 351 Seiten (2.Band)
Größe: 23,7 x 16,2 cm
Schutzumschlag: Ja
Schuber: Ja, grünlich-grauer Karton mit abnehmbarem Deckel oder beiger Schuber
Preis: 24 RM

Insgesamt wurden von beiden Ausgaben sechs Auflagen hergestellt:

1934 1.Auflage (ohne Angabe der Auflage oder Auflagenhöhe)
1937 2.Auflage 11.-20. Tausend
1938 3.Auflage
1939 4.Auflage 1939
1940 5.Auflage (ohne Angabe der Auflage oder Auflagenhöhe)
1940 6.Auflage

Geschenkausgabe Schutzumschlag
Geschenkausgabe
Geschenkausgabe
Geschenkausgabe Schber
Geschenkausgabe Halblederausgabe
Geschenkausgabe Halblederausgabe


Hochzeitsausgaben 1936 – 1944

Hochzeitsausgabe mit Wappen

Die Hochzeitsausgaben wurden offiziell ab dem 1.Mai 1926 nach der Trauung an die frischvermählten Brautpaare verschenkt. Die Kosten für die Anschaffung in Höhe von 7,20 Reichsmark zuzüglich Versandkosten trugen die jeweiligen Ämter. Bei einer Mindestbestellmenge von 500 Exemplaren wurden Sonderwünsche, wie Einprägung der Stadt- oder Gemeindewappen auf dem Buchdeckel in Goldfolie oder Farbe sowie Anpassung der Widmungsblätter, berücksichtigt.Einige Städte und Gemeinden, wie die Reichshauptstadt Berlin, verzichteten auf die schmuckvollen Zudrucke der Wappen auf dem Buchdeckel.
Im Jahr 1936 umfasste das Deutsche Reich etwa 25.000 Städte und Gemeinden. Weitere Gebiete folgten ab 1938. Bis zum September 1936 hatten insgesamt 7.690 Städte und Gemeinden die
„Sonderausgabe für Neuvermählte“ verschenkt.

Erschienen: 1.Mai 1936-1944
Schriftart: Fraktur, ab 1942 Fraktur und Antiqua
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 x 12 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: Ja, blauer Pappschuber sowie gestempelter farbloser Karton
Preis: Verlagspreis 7,20 RM (Reichsmark), kostenlos für Brautpaare

Die Ausgaben verfügten über einen dunkelblauen bis schwarzen Halbledereinband mit grau-marmoriertem Pappdeckel. Ab 1944 wurde bei den „dicken Ausgaben“ Kunstleder mit glatter Oberflächenstruktur verwendet. Die Buchdeckel wurden blanko oder je nach Wunsch der Stadt oder Gemeinde mit dem jeweiligen Wappen verziert. Hierbei gab es zahlreiche Unterschiede. Hauptsächlich wurden die Wappen mittig auf dem vorderen Buchdeckel in goldener Farbe eingeprägt. Seltener sind farbige Gestaltungen oder andere Platzierungen.

Hochzeitsausgabe  mit Schuber
Hochzeitsausgaben
Hochzeitsausgabe  Schuber


Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag – 1939

Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag - 1939

Anlässlich des 50.Geburtstages Hitlers sowie dem Erscheinen seines Buches in einer Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren wurde eine Prachtausgabe mit beiden Bänden in einem Buch in blauem Leder mit Goldschrift und goldenem Kopfschnitt herausgegeben.
Durch diese einmalige Sonderausgabe fiel die Jubiläumsausgabe der Volksausgabe weg.

Erschienen: Anfang 1939, einmalige Auflage
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, goldener Kopfschnitt
Umfang: 782 Seiten
Größe: 24‎ x 17 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: Ja, blauer Pappschuber
Preis: 32 RM

Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag - 1939 Zudruck auf Tiitelseite
Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag - 1939 mit Schuber
Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag - 1939
Jubiläumsausgabe 5 Millionen Exemplare/ Hitlers 50.Geburtstag - 1939 Poster


Rote Jubiläumsausgabe Ostmark/ Sudetenland 1939

rote Jubiläumsausgabe Ostmark 1939

Ebenfalls erschien eine rote Jubiläumsausgabe in rotem Feinleinen für die Ostmark und das Sudetenland im Stil der Beamtenausgaben und im Format der Jubiläumsausgabe anlässlich Hitlers 50.Geburtstag. Eine offizielle Bezeichnung für diese Ausgabe lässt sich in den Quellen nicht finden. In Sammlerkreisen werden unterschiedliche Namen verwendet; darunter: „rote Jubiläumsausgabe“, „rote Ostmarkausgabe“ oder auch „rote Prachtausgabe“. Im Buch selbst fehlen Angaben zur Auflage und Druckjahr. Eine Publikation im Jahre 1939 steht jedoch, aufgrund des Erscheinungsbildes und zeitlichem Zusammenhang, außer Frage.

Erschienen: Anfang 1939, einmalige Auflage
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Normalpapier, roter Kopfschnitt
Umfang: 782 Seiten
Größe: 24 x 17 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: Ja, roter Pappschuber
Preis: unbekannt

Vergleich rote Jubiläumsausgabe Ostmark 1939 und blaue Jubiläumsausgabe
rote Jubiläumsausgabe Ostmark 1939
rote Jubiläumsausgabe Ostmark 1939 mit Schuber


Beamtenausgabe 1939

Beamtenausgabe 1939

Anfang 1939 erschien die sogenannte „Beamtenausgabe“. Diese geläufige Bezeichnung hat sich in Sammlerkreisen durchgesetzt. Die Ausgabe war jedoch nicht für Beamte des Deutschen Reiches gedacht, sondern von der Nationalsozialistischen Beamteneinheitsorganisation des Reichsbundes der Deutschen Beamten (RDB) zum 50.Geburtstage des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler gestiftet worden. Die Exemplare wurden an Volksgenossen in den 1938/39 angegliederten Gebieten Sudetenland, Ostmark und Memelland vergeben.

Erschienen: Anfang 1939, einmalige Ausgabe
Schriftart: Fraktur
Buchblock: dünnes Normalpapier, Buchblock der Volksausgabe, grünlich-grauer
Kopfschnitt/ in seltenen Fällen auch goldfarben
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 x 12 cm
Schutzumschlag: Ja
Schuber: Nein
Preis: kostenlos

Bei der Beamtenausgabe wurde der Buchblock der Volksausgabe genutzt.
Für die Exemplare wurde ausschließlich die
434.-443. Auflage/ Gesamtauflage 5 100 000 Exemplare 1939 verwendet.
Für den Druck waren die beiden Druckereien Waldheim-Eberle, Nachf. Buchdruckgewerbe
M.Müller & Sohn, Wien und Deutscher Verlag, Berlin verantwortlich.

Beamtenausgabe 1939
Beamtenausgabe 1939 mit Schuber
Beamtenausgabe 1939 Widmungsseite


Feldpostausgabe/ Dünndruckausgabe/ Tornisterausgabe Dezember 1939-1944

Feldpostausgabe/ Dünndruckausgabe/ Tornisterausgabe Dezember 1939-1944

Die Feldpostausgabe mit beiden Bänden in einem Buch erschien laut Eher-Verlag bereits Anfang Dezember 1939. Andere Quelle berichten vom 23.Januar 1930 oder dem 30.Januar 1940, zum 7.Jahrestag der Machtergreifung. Nachweislich gibt es unterschiedliche offizielle Bezeichnungen: Feldpost-/ Dünndruck-/ Tornisterausgabe. Diese Ausgabe passte in Uniformtaschen. Damit beide Bände Platz hatten, wurde sehr dünnes, fast transparentes Papier verwendet.

Erschienen: Dezember 1939-1944
Schriftart: Fraktur, ab 1942: Antiqua
Buchblock: sehr dünnes, transparentes Papier, anfänglich grauer, später farbloser Kopfschnitt
Umfang: 782 Seiten
Größe: 16,2 x 11 cm
Schutzumschlag: Ja, farbloses Pergaminpapier (Pergamentpapier/ Butterbrotpapier)
Schuber: Ja, farbloser Pappschuber oder Feldpostpäckchen
Preis: 7,20 RM

Feldpostausgabe/ Dünndruckausgabe/ Tornisterausgabe Dezember 1939-1944 mit Schuber
Feldpostausgabe/ Dünndruckausgabe/ Tornisterausgabe Dezember 1939-1944 Feldpostpäckchen
Feldpostausgabe/ Dünndruckausgabe/ Tornisterausgabe Dezember 1939-1944


Riga – 1943 – Farbige Auflagen der Dünndruckausgabe / Feldpostausgabe Tornisterausgabe

Riga - 1943 - Farbige Auflagen der Dünndruckausgabe / Feldpostausgabe Tornisterausgabe
blaue Ausgabe

Im März 1943 wurde in Riga/ Lettland eine Auflage der bekannten Dünndruckausgabe in einer Höhe von 50.000 Exemplaren gedruckt.
Anstatt des roten Einbandes wurden andere Farben verwendet. Nachgewiesen sind Blau, Gelb, Weiß.

AfV. No. II/00580
Papier: Ostland-Faser-Gesellschaft m.b.H.
Papierfabrik Ligat. Papierformat 67 x 95 cm
Druck: Buchdruckerei Riga „Rota II“, Riga
Buchbinderarbeiten: 1. und 2. Buchbinderei, Riga
Schuber: nicht nachgewiesen
Schutzumschlag: nicht nachgewiesen

Riga - 1943 - Farbige Auflagen der Dünndruckausgabe / Feldpostausgabe Tornisterausgabe
Riga - 1943 - Farbige Auflagen der Dünndruckausgabe / Feldpostausgabe Tornisterausgabe
Riga - 1943 - Farbige Auflagen der Dünndruckausgabe / Feldpostausgabe Tornisterausgabe


Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 1 Millionen Exemplare 1933 Weiß, Braun

Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 1 Millionen Exemplare 1933 Weiß, Braun

Das Erreichen von einer Millionen Exemplaren 1933 war ein besonderer Meilenstein.
Hierzu wurden zwei verschiedene luxuriöse Jubiläumsausgaben in weißem Pergament und braunem Leder herausgebracht.

Limitierte weiße Pergamentausgabe 1 Mio

Erschienen: 1933, einmalige Ausgabe
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt, mit Lesebändchen
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 x 12 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: grün-marmorierter Schuber
Preis: unbekannt

Die Ausgabe war auf 100 Exemplare limitiert und enthielt einen entsprechenden Hinweistext.
Bei der Einbandgestaltung hielt man sich an das Erscheinungsbild der Volksausgabe.
Auch die entsprechenden Druckplatten wurde verwendet und auf Büttenpapier gedruckt.
Die Titelseite trägt zusätzlich den Zudruck in schwarzer Farbe „Jubiläumsausgabe“.
Der Einband bestand aus weißem Pergament.

Limitierte braune Lederausgabe 1 Mio

Erschienen: 1933, einmalige Ausgabe
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt, mit Lesebändchen
Schriftart: Fraktur
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 x 12 cm
Schuber: hellbraun-marmorierter Schuber
Schutzumschlag: Nein
Preis: unbekannt

Die Ausgabe war, nach vorliegenden Informationen, auf 100 Exemplare limitiert, ohne Nummerierungsfeld. Auch bei der braunen Luxusausgabe orientierte man sich am Erscheinungsbild der Volksausgabe. Auch die entsprechenden Druckplatten wurden verwendet und das Buch auf Büttenpapier gedruckt. Die Titelseite trägt zusätzlich in schwarzer Farbe den Zudruck „Jubiläumsausgabe“.
Der Einband bestand aus braunem Leder mit goldfarbener Beschriftung und Parteiadler.


Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 1 Millionen Exemplare 1933 Weiß, Braun

Das Erreichen von 3 Millionen Exemplaren war ein erneuter Meilenstein.
Hierzu wurden Prachtausgaben auf Büttenpapier in Schwarz, Weiß und Rot als unverkäufliche Sonderausgabe produziert. Größe, Gestaltung und angepasste Titelblätter lassen auf die Verwendung der Druckplatten der Geschenkausgabe der 2.Auflage von 1937 schließen. Der Verlagsadler wurde zwar bei allen Ausgaben auf der Titelseite entfernt, aber bei der Produktion der schwarzen Ausgabe kam es zu einem Fehler, bei dem die Angaben der Geschenkausgabe mit Auflage und Jahr zu finden sind.
Der 1. und 2.Band sind nacheinander eingebunden.
Die drei luxuriösen Sonderausgaben waren nicht identisch und weisen untereinander Abweichungen auf. Aufgrund fehlender Jahreszahlen werden die Ausgaben oftmals mit den Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 1 Millionen Exemplare verwechselt. Für 2 Millionen Exemplare sind keine gesonderten Jubiläumsausgaben als Sonderdrucke nachgewiesen.


Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 3 Millionen Exemplare Schwarz, Weiß, Rot

Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 3 Millionen Exemplare – Schwarz

Für die schwarze Ausgabe sind zwei unterschiedliche Versionen bekannt:

Version 1: Produktionsfehler, Titelblatt mit Angabe „2.Auflage 1937“, im 1. & 2.Band, mit Plakatanhang im 1.Band, mit Limitierungseite
Version 2: Titelblatt ohne Auflagenhöhe, keine Jahresangabe, der Plakatanhang wurde an das Ende des 2.Bandes gesetzt, die Limitierungsseite fehlt

Erschienen: 1937, einmalige Ausgabe
Einband: schwarzes Leder
Schriftart Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, goldener Kopfschnitt
Schuber: Ja, beige marmorierter Pappschuber
Umfang: 360 Seiten/ 351 Seiten
Größe: 25,5 x 18,5 x 6 cm
Preis: unverkäuflich

Die Ausgabe war auf 300 Exemplare limitiert, mit Nummerierungsfeld und Goldschnitt
Das Frontispiz fehlt im 1.Band bei bei beiden Versionen.

Jubiläumsausgabe zum Erreichen der 3 Millionen Exemplare – Weiß

Die Ausgabe war auf 200 Exemplare limitiert und in weißes Ganzpergament gebunden sowie auf
Büttenpapier gedruckt. Das Frontispiz fehlt im 1.Band, wie bei allen anderen Jubiläumsausgaben zum Erreichen der 3 Millionen Exemplare.

Erschienen: 1937 gedruckt, jedoch ohne Angabe von Auflage oder Jahreszahl, einmalige Ausgabe
Einband: weißes Pergament
Schriftart: Fraktur
Buchblock: Büttenpapier, Verwendung der Druckplatten der Geschenkausgabe 1.Auflage 1934, goldener Kopfschnitt
Umfang: 360 Seiten/ 351 Seiten
Größe: 25,5 x 18,5 x 6 cm
Schuber: Ja, grün mamorierter Pappschuber
Schutzumschlag: Nein
Schriftart: Fraktur
Preis: unverkäuflich

Jubiläumsausgabe zum Erreichen der 3 Millionen Exemplare – Rot

Im Gegensatz zur schwarzen Ausgabe in der Version 2 und der weißen Ausgaben beinhaltet die rote Prachtausgabe keine Nummerierung oder Hinweise auf eine Limitierung. Sammler gehen von einer Auflagenhöhe von 100 Exemplaren aus. Die Titelblätter der beiden Bände ähneln denen der Geschenkausgabe. Die Angaben zur Auflage und Anzahl der gedruckten Exemplare sowie der Verlagsadler mit dem Druckjahr wurden bei der Jubiläumsausgabe jedoch entfernt.

Erschienen: 1937 gedruckt, jedoch ohne Angabe von Auflage oder Jahreszahl
Einband: rotes Leder
Buchblock: Büttenpapier, Verwendung der Druckplatten der Geschenkausgabe 1.Auflage 1934, goldener Kopfschnitt
Schuber: Ja, beige marmorierter Pappschuber
Schriftart Fraktur
Größe: 25,5 x 18,5 x 6 cm
Umfang: 360 Seiten/ 351 Seiten
Preis: unverkäuflich


Kriegsmarine-Ausgabe

Kriegsmarine-Ausgabe

Am 1.Juni 1935 wurde die Reichmarine (1.Januar 1921 – 31.Mai 1935) in Kriegsmarine umbenannt und war Teil der Wehrmacht. Die Kriegsmarine bestand bis zu ihrer Auflösung am 21.Juli 1945. Im Laufe der Erscheinung von „Mein Kampf“ wurde eine Ausgabe für die Kriegsmarine herausgeben. Form und Aufmachung entsprechen der Volksausgabe. Der Einband besteht vermutlich aus rot lackiertem Leinen oder strukturiertem Papier nach Art eines Segeltuchs. In den nachgewiesenen Exemplaren befinden sich Stempel der jeweiligen Kriegsmarine-Dienststelle bzw. -Standorte. Die genaue Auflagenhöhe konnte nicht ermittelt werden. Es handelt sich hierbei um eine Auftragsbindung von offizieller Stelle. Die genauen Hintergründe dazu sind jedoch unbekannt. Ungewöhnlich ist ein dazugehöriger Pappschuber. Für die Wehrmachtsgattungen Luftwaffe und Heer oder für die SS sind keine gesonderten Ausgaben in dieser Form bekannt. Für den militärischen Bereich bzw. Verwendung für Soldaten an der Front wurden die kleinen, roten Tornisterausgabe bereits ab 1940 genutzt.

Erschienen: nachgewiesene Exemplare 1942 (711.-715. Auflage)
Schriftart: Antiqua
Einband: lackiertes rotes Leinen bzw. lackiertes Papier mit Struktur
Schriftart: Antiqua
Buchblock: Antiqua, farbloser Kopfschnitt
Umfang: 782 Seiten
Größe: 18,9 × 12 cm
Schutzumschlag: Nein
Schuber: Ja, grauer Pappschuber


Gauleiterausgabe 1938

Gauleiterausgabe

1938 wurde eine übergroße, unverkäufliche Prachtausgabe herausgebracht.
Das genaue Datum der Herstellung ist nicht bekannt.

Die übergroßen Ausgaben in weißem Pergamenteinband werden in Sammlerkreisen als „Gauleiterausgabe“ bezeichnet. Hiervon existieren verschiedene Varianten, die sich in der Einbandgestaltung unterscheiden.Sie wurden nur an besonders bedeutende Persönlichkeiten auf direkten Wunsch Adolf Hitlers bei besonderen Anlässen überreicht. So erhielten dieses Ehrengechenk unter anderem hochrangige Politiker, Gönner der NSDAP und Parteiangehörige, Minister, hohe Militärs und Persönlichkeiten im In- und Ausland sowie Gau- und Reichsleiter. Es handelte sich also nicht um eine exklusive Gabe an Gauleiter. Gemäß einem Schreiben des NSDAP-Reichsleiters Max Amann an Frau Professor Gerdy Troost vom 6. August 1940 wurde die Gauleiterausgabe in einer vom Verlag unverkäuflichen Gesamtauflage von 100 Exemplare hergestellt.

Erschienen: 1938
Einband: weißes Pergament, es sind jedoch auch Leinenausgaben bekannt
Schriftart: Fraktur
Buchblock: satiniertes Büttenpapier, Band 1 und 2 mit separater Seitenzählung, kein Bild des Autors
Größe: ‎52,4 x 40,5 x 7,8 cm, Gewicht ca. 18kg
Umfang: 360 Seiten/ 351 Seiten, ohne Plakatanhang
Schutzumschlag: Nein
Besonderheiten: blaue Präsentationsbox mit Pappdeckel, zwei Messing-Schließen am Buch, alle drei Seiten mit Goldschnitt, kein Bild des Autors


Bernsteinausgaben

handwerkliche Umgestaltungen bestehender Exemplare. Die Herstellung begann ca. 1939. Die Arbeiten sind professionell ausgeführt und es wurden hochwertige Materialien, wie Leder, Silber und echter Bernstein verwendet. Die Dekorationen sind detailliert, sauber gefertigt und von größerter Handwerkskunst. Die Bernsteinausgaben wurden von zwei Firmen in Königsberg/Preußen hergestellt:

  • Norddeutsche Bernstein-Industrie (NBJ), Naujoks. Mann & Gedenk, Königsberg/Pr. 1 – „Bernsteinhaus“
  • Staatliche Bernsteinmanufaktur (SBM)
    Eine Plakette der jeweiligen Firma befindet sich jeweils im Inneren des vorderen oder auch hinteren Buchdeckels. Ausgaben der Firma Norddeutsche Bernstein-Industrie Naujocks sind häufiger zu finden, als die der Staatlichen Bernsteinmanufaktur. Beide Unternehmen waren auf die Herstellung von luxuriösen Bernsteinprodukten, wie Uhren, Schatullen und anderen Kunstgegenständen spezialisiert. Die Ausgaben wurden oft als Siegespreis oder Ehrengaben vergeben. In der einfachen Variante mit Lederrücken, aufgesetzten Bernsteinplatten und Titel in Silber graviert, kostete eine Ausgabe 180 Reichsmark. Die Luxusausgabe hatte einen Silberrücken und ufgesetzte Bernsteinplatten. Der Hoheitsadler und Titel waren erhaben. Die Auflagenstärke bzw. Höhe der produzierten Ausgaben ist nicht bekannt. Es gibt Unterschiede bei der Dekoration des Buchdeckels, bei den verwendeten Ziernieten, Schriften und Adlern sowie der Gestaltung des Buchrückens und der Farbe des Ledereinbands. Für die Produktion wurden verschiedene Buchblöcke genutzt, so dass sich die Ausgaben ebenfalls in der Größe unterscheiden. Es sind insgesamt vier verschiedene Buchblöcke bekannt, die verwendet wurden:
  • Volks- bzw. Hochzeitsausgabe
  • Dünndruck-/ Feldpostausgabe
  • größere Jubiläumsausgabe anlässlich der Vollendung des 50. Lebensjahres des Führers
    Gesamtauflage 5 Millionen Exemplare
  • beide Bände der Geschenkausgabe

Meist wurde der Buchblock der Volksausgabe genutzt und der Einband komplett umgestaltet.
Für den vorderen Buchdeckel sind vier Gestaltungen bekannt, welche hauptsächlich verwendet wurden.

  • aufgesetzter Adler nach rechts blickend, mit gekrümmten Flügeln und „Mein Kampf“
  • aufgesetzter Adler nach links blickend, mit geraden Flügeln und „Mein Kampf“
  • rechteckige, gravierte Metallplatte, Adler nach rechts blickend und „MEIN KAMPF“
  • rechteckige, gravierte Metallplatte, Adler nach links blickend und „MEIN KAMPF“

Die Ausgaben wurden in verschiedenen Schachteln übergeben. Dazu gehörte ein gelber Stoffbeutel zum Schutz der Präsentbox.

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