1. Weltkrieg Erkennungsmarke Arm. Fahra. Kol. 265 (Armee Fahrabteilung Kolonne 265)

Artikelnummer: sl-1106

40,00 

1. Weltkrieg Erkennungsmarke Arm. Fahra. Kol. 265 (Armee Fahrabteilung Kolonne 265). Die Marke aus Zink gefertigt, in einem sehr guten, leicht getragenen Zustand. Als ovales Modell ohne Sollbruchstelle ist die Marke der ersten Kriegshälfte zuzuordnen.

Die Geschichte der deutschen militärischen Erkennungsmarke (1869–1918)
  1. Ursprung und Einführung (1869–1871)
    Im Jahr 1869 führte die preußische Armee unter König Wilhelm I. die sogenannte „Recognoscirungsmarke“ offiziell ein. Die Idee stammte von einem Berliner Handwerker, der die Marken mit den damals neuen Berliner Hundesteuermarken verglich. Daraus entstand der bis heute geläufige Spitzname „Hundemarke“. Ihren ersten massenhaften Einsatz erlebten diese Marken im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, da die hohe Zahl unkenntlicher Gefallener eine systematische Identifizierung notwendig machte. Im Jahr 1878 wurde die Erkennungsmarke schließlich durch ein neues Dienstreglement für das gesamte deutsche Heer standardisiert.
  2. Das Modell 1915 im Ersten Weltkrieg
    Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 verordnete das Kriegsministerium im Jahr 1915 eine neue, größere Ausführung der Marke. Dieses Modell besaß eine längsovale Form und wurde meist aus Zink, Aluminium oder Messing gefertigt. Die Soldaten trugen sie an einer Kordel um den Hals. Auf den Marken dieser Epoche wurden der vollständige Name, das Geburtsdatum, der Geburtsort sowie die genaue militärische Einheit und die Stammrollennummer des Soldaten eingeprägt.
  3. Die Reform von 1916 und die Sollbruchstelle
    In den ersten Kriegsjahren trat das Problem auf: Wenn Kameraden einen Gefallenen fanden, nahmen sie oft die gesamte Marke für die Registrierung mit. Dadurch blieben die Leichen auf dem Schlachtfeld anonym zurück und konnten später nicht mehr identifiziert werden. Als Reaktion darauf führte das Kriegsministerium im November 1916 per Verordnung eine gestanzte Sollbruchstelle in der Mitte der ovalen Marke ein. Starb ein Soldat, wurde die Marke an der Sollbruchstelle halbiert. Die obere Hälfte verblieb als dauerhafter Nachweis am Leichnam. Die untere Hälfte wurde abgebrochen und an die Schreibstube übermittelt, um in die Verlustlisten eingetragen zu werden und die Angehörigen zu benachrichtigen.

Verkauft

Viele weitere Neuheiten verfügbar

Sie besitzen ein ähnliches Exponat?

Sie besitzen ein gleiches, oder ähnliches Exponat und denken über einen Verkauf nach, oder möchten eine kostenlose Bewertung? Füllen Sie das folgende Formular aus und wir unterbreiten Ihnen ein Angebot.

Sie können uns auch direkt über WhatsApp kontaktieren.

Telefonisch sind wir ebenso für Sie erreichbar.

Nie wieder Neuheiten verpassen

Abonnieren Sie unseren Newsletter und wir informieren Sie jeden Freitag frühzeitig über alle Neuheiten.