Reichssieger im Reichsberufswettkampf 1939, Hersteller Markierung G. Brehmer Markneukirchen

Artikelnummer: 1859-sold

2.495,00 

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Reichssieger im Reichsberufswettkampf 1939. Das Abzeichen, gefertigt aus Buntmetall, vergoldet und auf der Vorderseite emailliert. In einem sehr guten, nur leicht getragenen Zustand. Die Raute mit kleinen Emaille-Abplatzern, die Emaille sonst aber völlig unbeschädigt. Die Vergoldung vollständig und strahlend. Rückseitig die Herstellermarkierung „G. Brehmer Markneukirchen“. Sehr seltene Auszeichnung, in sehr guter Erhaltung!
In seiner Grundform ein rundes Abzeichen aus vergoldetem Buntmetall. Aufgelegt, der Hoheitsadler nach links blickend (aus Sicht des Adlers), mit ausgebreiteten Flügeln, die den Rand des eigentlichen Abzeichens überragen. In den Klauen hält er eine Kombination aus dem Zahnrad der Deutschen Arbeitsfront (DAF) und der HJ-Raute. Dieses zusammengesetzte Zeichen überragt den unteren Rand um ca. die Hälfte seiner Größe. Adler und Raute separat aufgelötet. Hinten eine senkrechte Anstecknadel. Mittig die Herstellermarkierung „G. Brehmer Markneukirchen“.
Vorderseite (Avers):
    • Der Rand des Kreises wird aus einem Lorbeerkranz gebildet.
    • Das eingeschlossene Feld ist hellbeigefarben emailliert.
    • Oben am Rand gebogen die Schrift „REICHSSIEGER“.
    • Unter den ausgebreiteten Flügeln des Adlers die Jahreszahl „1939“ des Wettkampfs.
    • Links die „19“, rechts vom Adler die „39“. Das Zahnrad ist goldfarben und ohne Emaille.
    • Überlagert wird dieses von der goldbordierten, rot-weiß emaillierten Raute als Symbol der Hitlerjugend (HJ).
    • Mittig in der Raute ein auf der Spitze stehendes, schwarzemailliertes Hakenkreuz.

Rückseite (Revers):
    • Golden und glatt mit senkrechter Anstecknadel.
    • Mittig 2-zeilig die Herstellermarkierung: „G. BREHMER MARKNEUKIRCHEN“

Der Reichsberufswettkampf war eine der größten Massenveranstaltungen für Jugendliche im nationalsozialistischen Deutschland. Er wurde ab 1934 jährlich gemeinsam von der Deutschen Arbeitsfront (DAF), der Hitlerjugend (HJ) und dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) ausgetragen. Das Jahr 1939 markiert das letzte Jahr, in dem dieser Wettbewerb vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im vollen, regulären Umfang durchgeführt wurde.
Der hierarchische Ablauf und die Teilnehmerzahlen 1939
Der Wettbewerb war streng hierarchisch aufgebaut und erstreckte sich über vier aufeinanderfolgende Stufen. Im Jahr 1939 beteiligten sich rund 3.500.000 Jugendliche an den Einstiegswettkämpfen. Durch das fortlaufende Ausscheidungsprinzip dünnte sich das Teilnehmerfeld über die Stufen aus:
    • Betriebs- und Ortswettkämpfe: Die erste Selektionsstufe direkt in den Betrieben und Gemeinden für alle 3,5 Millionen angemeldeten Lehrlinge, Jungarbeiter und Studenten.
    • Kreiswettbewerb: Auf dieser regionalen Ebene qualifizierten sich rund 40.000 Jugendliche als Kreissieger.
    • Gauwettbewerb: Die nächste höhere Stufe auf Ebene der NSDAP-Gaue reduzierte das Feld auf 6.501 Jugendliche, die den Titel Gausieger errangen.
    • Reichswettbewerb: Zur nationalen Endrunde im April/Mai 1939 traten die verbliebenen Spitzentalente gegeneinander an. Am Ende gingen daraus exakt 508 Reichssieger hervor.

Struktur der Fachgruppen und Prüfungskriterien
Die Ermittlung der 508 Reichssieger erfolgte getrennt nach Berufssparten, jede Sparte hatte ihren eigenen Reichssieger, es gab keinen Gesamtsieger. Angetreten wurde in ca. 20 übergeordneten Fachsparten (darunter Industrie, Handwerk, Landwirtschaft, Handel und akademische Fachrichtungen), die intern wiederum in konkrete Ausbildungsberufe unterteilt waren.
Die Bewertung basierte auf einem festen Punkteschlüssel, wobei sich die Anforderungen nach dem Geschlecht unterschieden:
    • Männliche Teilnehmer wurden in drei Bereichen geprüft: Berufliche Praxis (praktische Arbeitsproben und Werkstücke), Berufliche Theorie (Fachkunde, Fachrechnen und Geometrie) sowie Weltanschauliche Schulung (Abfrage nationalsozialistischer Ideologie und Propagandawissen).
    • Weibliche Teilnehmer mussten neben den identischen Anforderungen in ihrer Berufspraxis, Berufstheorie und der weltanschaulichen Schulung zwingend in einem zusätzlichen Fach antreten: Hauswirtschaft (u. a. Kochen, Nähen, Haushaltsführung). Dieses Zusatzfach war für alle Mädchen verpflichtend, für Jungen hingegen nicht vorgesehen.

Ankauf von Auszeichnungen des Reichsberufswettkampfs 1939 bei Militaria-Berlin
Auf dem heutigen Sammlermarkt für Militaria und Orden aus der Zeit des 3. Reiches sind originale Exponate des Reichsberufswettkampfs 1939 gesuchte Raritäten. Wir von Militaria-Berlin sind ständig am Ankauf von Auszeichnungen, Verleihungsurkunden, Dokumenten und kompletten Nachlässen von Teilnehmern und Gewinnern dieses Wettbewerbs interessiert.
Aufgrund der geringen Verleihungszahl von nur 508 Reichssiegern für das Jahr 1939 können wir Ihnen insbesondere für diese Stücke einen sehr guten Ankaufspreis zahlen. Sollten Sie im Besitz eines Abzeichens für Kreissieger oder Gausieger sein, sind natürlich auch diese Abzeichen für uns interessant. Interessant sind natürlich auch zugehörige Verleihungsetuis, Verleihungsurkunden oder zugehörige, historische Fotos. Wir bieten Ihnen eine fachmännische, kostenlose Wertermittlung und Echtheitsprüfung. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und profitieren Sie von unserer Expertise.

Weitere Reichssieger-Beispiele aus unserem Archiv:

– 1939 Brehmer, im Etui, Link

– 1938 Brehmer, im Etui mit Plakette, Link

– Gau- und Reichssieger 1944 (Kriegsreichsberufswettkampf), jeweils mit Urkunde, Link

– Einzelnes Etui für ein Reichssiegerabzeichen, Link

– Einzelnes Reichssiegerabzeichen 1939, Link

Dieser Artikel ist bereits verkauft. Die Seite dient jetzt als permanenter Eintrag in unserem Online-Archiv. Als digitales Lexikon bietet dieser Beitrag Sammlern, Forschern und Interessierten wichtige Daten zur Bestimmung der Originalität und für die Recherche. Militaria-Berlin verzichtet bei diesem Eintrag ausdrücklich auf jedes Copyright an den Fotos.

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