Der Cholmschild

Der Cholmschild war ein als Ärmelschild gestaltetes deutsches Kampfabzeichen im 2. Weltkrieg. Am 21. Januar 1942 wurde die durch deutsche Truppen besetzte Stadt Cholm von der Roten Armee eingeschlossen. Es begann eine  Belagerung, die bis zum 5. Mai 1942 andauerte.  Zum  Zeitpunkt der Einkesselung befanden sich nur schwache, zusammengewürfelte deutsche Truppen in Cholm.  Unter dem Oberbefehl des Generalmajors Theodor Scherer gelang es diesen Kräften, unter zum Teil großen Opfern, die Stadt bis zum Entsatz durch deutsche Truppen am 5. Mai 1942 zu halten.

Die Gestaltung des Cholmschildes

Ein in der typischen Form eines Wappenschildes ausgestanzter, leicht gewölbter Schild aus versilberten Eisen oder Zink. Darauf ein stilisierter Hoheitsadler, in seinen Klauen ein Eisernes Kreuz mit Hakenkreuz. Darunter der  Schriftzug „CHOLM“ und die Jahreszahl „1942“. Rückseitig halten drei Splinte, eine Gegenplatte und die Stoffunterlage. Der Schild hatte eine Größe von 38 mm × 65 mm.
Der Entwurf des Schildes entstand bereits während der Belagerung, im Kessel von Cholm. Der Entwurf stammte vom Wachtmeisters Otto Schlimmer. Generalmajor Scherer soll ihn, bei einen Rapport  im Führerhauptquartier, Hitler vorgelegt haben. Hitler soll daraufhin gesagt haben: „Hm, da kann ich ja nun nichts mehr daran ändern“, woraufhin der Generalmajor erwiderte: „Nur noch genehmigen, mein Führer“.

Cholmschild VorderseiteCholmschild Rückseite

Die Voraussetzungen zur Verleihung des Cholmschildes

Der Cholmschild konnte an alle Angehörigen der Wehrmacht, oder dem Oberkommando der Wehrmacht unterstelle Personen verliehen werden, die an den Kämpfen um Cholm vom 18.01. bis zum 05.05.1942 ehrenvoll beteiligt waren. Ebenfalls verleihungsberechtigt waren Angehörige der Luftwaffe, die zu Versorgungszwecken im Kessel gelandet waren.

Verleihungszahlen des Cholmschildes

Insgesamt wurden ca. 5.800 Cholmschilder verliehen. Da die Beliehenen aber mehrere Schilde, für die verschiedenen Uniform-Jacken, erhielten, sind deutlich mehr Schilde hergestellt worden. Zu der Auszeichnung erhielt jeder Beliehene noch eine Ausgabe des Buches „Kampfgruppe Scherer – 105 Tage eingeschlossen“.

Tragesweise des Cholmschilds

Der Cholmschild wurde, wie alle Ärmelschilder der Wehrmacht, zur Uniform am linken Oberarm getragen. Der Schild wurde mit einer Tuchunterlage in Uniformfarbe unterlegt, z.B. graugrün für das Heer, blaugrau für die Luftwaffe, schwarz für die Sonderbekleidung der Panzerbesatzungen, etc. Diese Stoffunterlage wurde dann mit der Uniform selbst vernäht. Das tragen mehrerer Ärmelschilder, z.B. Narvikschild, Krimschild, Kubanschild oder Demjanskschild, war möglich. Hierfür galten aber besondere Regeln.

Wert und Ankauf eines Cholmschildes

Durch die Vielzahl verschiedener Varianten kann ein Wert nur individuell ermittelt werden. Generell kann man aber für einen einzelnen Schild in guter Erhaltung um die 1.500,-€ rechnen. Für umfangreichen Nachlässe, z.B. mit Urkunden, Trägerfotos, Uniformen, etc. können aber auch 10.000,-€ und mehr gezahlt werden.