Das Flotten Kriegsabzeichen der Kriegsmarine

Das Flotten Kriegsabzeichen war ein Kampfabzeichen der deutschen Kriegsmarine im 2. Weltkrieg. Es wurde am 30. April 1941 durch den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. Erich Raeder, gestiftet. Es konnte an alle Besatzungsmitglieder der Schlachtschiffe und Kreuzer verliehen werden. Eine Posthume Verleihung war ebenfalls möglich.

Gestaltung des Flottenkriegsabzeichens

Hochovales Abzeichen aus Buntmetall bzw. Tombak. Ab 1943 meist aus Zink. Zentral ein auf den Betrachter zulaufendes stilisiertes Schlachtschiff. Nach einem Entwurf des Marine Malers Adolf Bock. Er sagte selber über das Abzeichen: „Es wurde ein Abzeichen für die schweren Seestreitkräfte verlangt. Also musste das Abzeichen entsprechend wuchtig, kriegerisch und massiv wirken. Die wuchtige Darstellung war am besten so zu erreichen, dass ich das Schiff von vorn gesehen mit mächtiger Bugwelle und drohenden Kanonenrohren darstelle“. Schiff und Welle dunkel getönt. Umgeben durch einen unten gebundenen goldenen Eichenkranz (typisch für alle Marine Abzeichen). Mittig an der höchsten Stelle der Hoheitsadler der Kriegsmarine, mit Hakenkreuz in den Klauen. Der häufigste Hersteller dieses Abzeichens war die Firma Schwerin Berlin, diese Abzeichen sind rückseitig markiert mit „FEC. Adolf Bock Ausf. Schwerin Berlin“.

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Voraussetzungen für die Verleihung des Flotten Kriegsabzeichens

Besatzungsmitglied auf einem Schlachtschiff, bzw. Kreuzer. Ehrenvolle Teilnahme auf einer oder mehreren Kriegsfahrten von zusammen mindestens 12 Wochen Dauer. Von dieser Frist konnte abgewichen werden, wenn die Unternehmung besonders erfolgreich war oder der einzelne sich ganz besonders ausgezeichnet hatte, oder gefallen war. Auch beim Verlust des Schiffes durch Feindwirkung und in speziellen Fällen bei Verwundungen konnte von der Frist abgewichen werden.

Besatzungsangehörige folgender Schiffe konnte das Flottenkriegsabzeichen verliehen werden:

Schlachtschiff Bismarck, Schlachtschiff Tirpitz, Schlachtschiff Scharnhorst, Schlachtschiff Gneisenau. Den Schweren Kreuzern Prinz Eugen, Blücher und Admiral Hipper. Den Panzerkreuzern Admiral Graf Spee, Admiral Scheer und Deutschland/Lützow. Und den leichten Kreuzern Emden, Karlsruhe, Königsberg, Köln, Leipzig und Nürnberg.

Trageweise des Flotten Kriegsabzeichens

Das Flottenkriegsabzeichen wurde als Steckabzeichen auf der linken Brustseite getragen. Sollte der Träger auch mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden sein, so musste das Flottenkriegsabzeichen unterhalb des Eisernen Kreuzes getragen werden. Das Tragen von bis zu zwei Kampfabzeichen der Kriegsmarine war erlaubt. Zum Beispiel konnte das Flottenkriegsabzeichen mit den U-Bootskriegsabzeichen, den Zerstörerkriegsabzeichen, den Hilfskreuzerkriegsabzeichen, den Schnellbootkriegsabzeichen, den Kriegsabzeichen der Marineartillerie und den Kriegsabzeichen für Minensuch- U-Bootjagd- und Sicherungsverbände zusammengetragen werden.

Die Urkunde für das Flotten Kriegsabzeichen

Über die Verleihung wurde eine Urkunde mit Unterschrift des Einheitsführers und Dienstsiegel der Einheit ausgestellt. Die Verleihung wurde in das Soldbuch bzw. den Wehrpass des Trägers eingetragen.

Wert und Ankauf eines Flotten Kriegsabzeichens

Durch die große Vielzahl der verschiedenen Varianten kann ein Wert nur individuell ermittelt werden. Einzelne Abzeichen können, je nach Ausführung, zwischen 150,- € - 500,-€ wert sein. Umfangreiche Nachlässe, mit Urkunden, Fotos, etc. können aber auch deutlich über 1.000,-€ wert sein. Aber auch einzelne Urkunden, Schachteln, Miniaturen und Trägerfotos sind für den Sammler von Militaria von großen Interesse.

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