Das Schnellbootkriegsabzeichen der Kriegsmarine

Das Schnellboot Kriegsabzeichen war ein Kampfabzeichen der deutschen Kriegsmarine im 2. Weltkrieg. Es wurde am 30. Mai 1941 durch den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. Erich Raeder, gestiftet. Es konnte an alle Angehörige der Schnellboot Besatzungen verliehen werden. Bis zur Stiftung des Schnellboot-Kriegsabzeichen wurden die Schnellboot Besatzungen teilweise mit den Zerstörerkriegsabzeichen ausgezeichnet. Eine Posthume Verleihung war ebenfalls möglich.

Gestaltung des Schnellbootkriegsabzeichens

Hochovales Abzeichen aus Buntmetall, bzw. Zink. Zentral ein nach links fahrendes, stilisiertes Schnellboot. Umgeben durch einen unten gebundenen goldenen Eichenkranz (typisch für alle Marine Abzeichen). Mittig an der höchsten Stelle der Hoheitsadler der Kriegsmarine, mit Hakenkreuz in den Klauen. Das Design des Abzeichens wurde 28. Januar 1943 leicht geändert. Viele Schnellbootfahrer beschwerten sich über das etwas „klobig“ dargestellte S-Boot im Abzeichen. Diese Abzeichen mit dem Schnellboot mit den fast geraden Bug, wird als 1. Form bezeichnet. Das neu gestaltete Abzeichen mit dem Boot mit den spitzen Bug wird als 2. Form bezeichnet. Auch der Hoheitsadler der 2. Form wurde wuchtiger, mit weit ausladenden Flügeln gestaltet. Beide Entwürfe stammen von Wilhelm Ernst Peekhaus aus Berlin. Der häufigste Hersteller dieses Abzeichens war die Firma Schwerin Berlin, es gibt aber auch andere.

Schnellbootkriegsabzeichen-VorderseiteSchnellbootkriegsabzeichen-Rückseite

Voraussetzungen für die Verleihung des Schnellbootkriegsabzeichens

Besatzungsmitglied auf einem Schnellboot. Neben Würdigkeit und guter Führung, waren Bewährung auf mindestens 12 Feindfahrten Voraussetzung für die Verleihung des Schnellboot-Kriegsabzeichens. Von diesen allgemeinen Bedingungen konnte abgewichen werden, wenn einzelne Feindfahrten besonders erfolgreichen waren, bei herausragender Leistung eines einzelnen Soldaten, bei Verlust eines Bootes durch Feindwirkung, oder auch bei Verwundung.

Trageweise des Schnellbootkriegsabzeichens

Das Schnellboot-Kriegsabzeichen wurde als Steckabzeichen auf der linken Brustseite getragen. Sollte der Träger auch mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden sein, so musste das Schnellbootkriegsabzeichen unterhalb des Eisernen Kreuzes getragen werden. Das Tragen von bis zu zwei Kampfabzeichen der Kriegsmarine war erlaubt. Zum Beispiel konnte das Schnellboot-Kriegsabzeichen mit den U-Bootskriegsabzeichen, den Zerstörerkriegsabzeichen, den Hilfskreuzerkriegsabzeichen, den Flottenkriegsabzeichen, den Kriegsabzeichen der Marineartillerie und den Kriegsabzeichen für Minensuch- U-Bootjagd- und Sicherungsverbände zusammengetragen werden.
Beliehene die mit den Schnellbootkriegsabzeichen in der 1. Form ausgezeichnet wurden, mussten Ihre Abzeichen später nicht in die 2. Form umtauschen. Die 1. Form konnte weitergetragen werden.

Die Urkunde für das Schnellbootkriegsabzeichen

Über die Verleihung wurde eine Urkunde mit Unterschrift des Einheitsführers und Dienstsiegel der Einheit ausgestellt. Die Verleihung wurde in das Soldbuch bzw. den Wehrpass des Trägers eingetragen.

Wert und Ankauf eines Schnellbootkriegsabzeichens

Durch die Vielzahl der verschiedenen Varianten kann ein Wert nur individuell ermittelt werden. Einzelne Abzeichen können, je nach Ausführung, zwischen 250,- € - 1.000,-€ wert sein. Umfangreiche Nachlässe, mit Urkunden, Fotos, etc. können aber auch deutlich über 5.000,-€ wert sein. Aber auch einzelne Urkunden, Schachteln, Miniaturen und Trägerfotos sind für den Sammler von Militaria von großen Interesse.

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